„Karibu sana“ - Herzlich Willkommen in Kenia

Herr Korth und Herr Kühnlein in Mutonguni

Wasser in Mutonguni

Die ITC Logistic Unternehmen in Schwieberdingen und Willich haben in Mutonguni/Kenia den Bau des Brunnens fertiggestellt. (Wir berichteten im Juli 2016 vom Start des Projekts)

Herr Kühnlein wollte in ein konkretes Projekt investieren. In ein Projekt, von dem nicht nur ein kleiner Teil der Bevölkerung profitieren sollte. Es musste etwas nachhaltiges sein. Etwas für die Zukunft der allerärmsten Menschen, der elternlosen Kinder. 

Im Februar 2015 bat er die ehemalige Afrika-Missionarin Schwester Rose Schwarz um ein persönliches Gespräch. Sie erzählte vom „Aids-Waisen-Projekt Kenia“ und von der Arbeit Pastorin Annah´s, die etwa 600 verwaiste Kinder in Ihrer Umgebung betreut. Diese Kinder müssen täglich kilometerweite Strecken für Nahrung und fragwürdiges Wasser auf sich nehmen. Herr Kühnlein empfand dies als einen unvorstellbaren Zustand, gerade auch unter dem Gesichtspunkt der extremen Temperaturen und der anhaltenden Dürre in Kenia.

In Verbindung mit Herrn Korth waren sie sich einig helfen zu müssen. Es sollte doch möglich sein, irgendwo in den Tiefen Wasser zu finden!

Brunnenbau

In enger Abstimmung mit Schwester Rose ließ die ITC ein Machbarkeitsgutachten erstellen und das Ergebnis war vielversprechend. Im August 2015 wurde durch die kenianische Behörde grünes Licht erteilt. Es konnte begonnen werden. 

Nach mehrtägiger Dauerbohrung wurde erst in einer Tiefe von 260 Metern sauberes und nicht salzhaltiges Wasser gefunden. Man sprach von einem kleinen unterirdischen See. Als endlich das Wasser sprudelte, wurden von den Einheimischen sofort die Hacken geholt, um das Land zu bearbeiten. Die Freude war riesengroß und zauberte viele glückliche Gesichter. 

Acker erstes Wasser

Die lang ersehnte Nachricht über die Fertigstellung des Brunnens erreichte Herrn Korth und Herrn Kühnlein im Juli 2016. Zur Einweihung des Brunnens durften sie natürlich nicht fehlen! Am 20. August 2016 wurden sie von den Waisenkindern, ihren Großeltern, sowie der Pastorin Annah und ihrer Familie liebevoll empfangen. Dies waren unvergessliche Momente für die Besucher aus Deutschland.

Um die jährliche Wartung des Brunnens zu gewährleisten, wird das Wasser günstig an die Nachbarschaft verkauft, und somit finanziert sich der Betrieb des Brunnens zukünftig von selbst.

Die Geschäftsführer wollten dieses Projekt jedoch nicht mit dem Brunnen abschließen. Derzeit entsteht eine Baumschule, in der Jungpflanzen gesetzt und großgezogen werden. Die Kinder in der Umgebung können diese dann auch bei sich zu Hause einpflanzen, um künftig eigene Früchte ernten zu können.

Baumschule 1

Rahmeninformation

Mutonguni

Schwester Rose Schwarz erhielt 2014 das Bundesverdienstkreuz für ihre Lebensleistung.

Als frühere Afrika-Missionarin engagierte sie sich zuerst in Äthiopien. Diese Arbeit endete jedoch 1974 nach 5 Jahren durch den Sturz des Kaisers und der folgenden Machtübernahme einer kommunistischen Regierung. Nach einer Übergangszeit kam sie 1978 zur DMG (Deutsche Missionsgemeinschaft) für die sie 22 Jahre lang in Kenia tätig war. Auch heute, im Ruhestand, setzt sie sich für das Aids-Waisen-Projekt „Neema ya Mungu“ – durch Gottes Hilfe, in Kenia, ein.

www.aidswaisenprojekt.de

Ort: Mutonguni
Provinz: Eastern Province
Land: Republik Kenia